Marshall-Art Geschichte

Ich möchte Ihnen hier nicht eine wissenschaftliche Abhandlung über Graffiti oder gar eine sozialpsychologische Abhandlung über die Wahrnehmung in der Gesellschaft unterbreiten, nein, ich erzähle Ihnen einfach meine Geschichte.

Entstehung:

Im Jahr 2003 bin ich in mein neu gebautes Haus eingezogen. Die Wände waren leer und ich hatte keine Lust, diese mit meinen alten Bildern zu beschmücken. Also begann ich, mich nach neuen Bildern/Leinwänden umzusehen. Ich besuchte Galerien, Ausstellungen und sah mich auch bei Freunden um, ob die mich irgendwie inspirieren würden. Gefunden habe ich leider nichts, was mich wirklich überzogen hätte. Ich suchte etwas mit einer gewissen Identifikation - ich wollte keine Bilder, nur weil sie zum Farbton meines Sofas passten. Ich fahre täglich mit der Bahn zur Arbeit. Immer haben mich die Graffiti-Bilder an den Säulen und Betonwänden fasziniert; ich hatte während der Bahnfahrt immer etwas anzuschauen. Es gab Graffitis, welche ich als Schmiererei empfunden habe, ab und zu habe ich aber auch Graffitis entdeckt, welche wirklich meinen Respekt verdienten. Dennoch, die Verbindung zwischen Graffitis und meinen Bildern im Haus sah ich dazumal noch nicht. Als ich eines Tages in einer Bar eines Verwandten an der Wand eine Graffiti entdeckte und realisierte, dass Graffiti nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in den eigenen vier Wänden möglich ist, wollte ich dies bei mir realisieren. Ich bin kein Kunstsachverständiger, aber Graffiti spricht mich an: die knalligen Farben, die klaren Linien, die moderne Technik, aber auch eine gewisse Identifikation mit der heutigen Zeit. Seit Andy Warhols Pop-Art hat es für mich keine erkennbare Revolution in der Leinwand-Kunst gegeben. Bilder, welche bereits seit 40 Jahren als modern gelten, sprechen mich heute nicht mehr an. Es war diese Graffiti-Kunst, welche mich immer mehr begeisterte. Ich musste jedoch relativ schnell realisieren, dass es gar nicht so einfach war, an die besten Künstler dieses Metiers heranzukommen. Die negativen Assoziationen der Gesellschaft haben diese Künstler, welche zum Teil schon über 20 Jahre ihre Technik verbessern, kritisch gemacht. Es verwundert nicht, dass die Besten heute internationale Anerkennung geniessen und zum Teil von der Industrie sogar gesponsert werden, aber dennoch nur den Insidern der Szene bekannt sind. Ich brauchte über eineinhalb Jahre, bis ich (per Zufall) endlich an die Top Shots der Szene kam und diese von meiner Idee überzeugen konnte. Diese Graffiti-Künstler haben mich mit ihrer Arbeit so überzeugt, dass ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, diese einem breiten Publikum vorzustellen. Ich bin 100% überzeugt, dass wenn die Gesellschaft die Möglichkeit hat, Graffiti von einer anderen Seite kennen zu lernen, diese ihre Vorurteile ablegen wird. Es ist mir ein Anliegen, zu zeigen, dass diese Künstler mit ihren Arbeiten mindestens Respekt für ihre Art/Kunst verdienen, denn es steckt viel Kreativität, Enthusiasmus und Leidenschaft dahinter; sie sind Teil einer Kultur, einer Jugendbewegung, welche die grösste aller Zeiten ist. Die negativen Auswirkungen der illegalen Graffiti im öffentlichen und privaten Raum ist keine Rechtfertigung, die legalen Arbeiten vieler Graffiti-Künstler nicht zu respektieren. Ich bin überzeugt, dass sich viele genau wie ich von dieser Kunst begeistern lassen. Ich ernte für meine Bilder heute bei mir zu Hause nur positive Reaktionen und ich werde diesen Virus verbreiten - er ist ansteckend und verbreitet sich ungebremst.

Danke an:

Ich bedanke mich speziell bei Sigi von Koeding, alias DARE. Ohne Ihn wäre Marshall Art wahrscheinlich nie entstanden. Er spielt eine wesentliche Rolle bei Marshall Art und ist ein Teil davon. Es ist uns ein Anliegen, die Künstler bei Marshall Art einzubinden. Es gibt keine Verpflichtungen, nur gegenseitige Unterstützung. Ziel ist es, gemeinsam für die Sache einzustehen, die Graffiti-Kunst als solches zu promoten, zu verkaufen und damit den Künstler die verdiente Anerkennung und die finanzielle Grundlage zu ermöglichen, damit diese ihre Kunst leben können. Ich bedanke mich auch bei Patrick Berger, alias CRUZE, welcher die Flyer/Werbung gestaltet hat, bei Pirmin Breu, alias POSE, welcher das Marshall Art Logo geschaffen hat, bei Ezra Pirk, alias EZRA, welcher durch seine Podiumsdiskussion in Luzern den Kontakt überhaupt ermöglichte, bei Thomas Strübi, der für den Web-Auftritt verantwortlich ist, bei Monika Vetsch (lic.phil), welche sozialwissenschaftliches Know-how und strategische Mithilfe bei der Entstehung von Marshall Art geliefert hat und natürlich meinem Bruder, Alain Balbinot, welcher massgeblich Mitverantwortlicher war/ist bei der Realisierung von Events, Ausstellungen und Planungen. Danke auch an Joachim Bodmer (Boom GmbH), Medienverantworlicher für den Marshall Art Event im Kulturmarkt. Der Dank richtet sich auch an alle nicht erwähnten Mithelfer, welche bis anhin freiwillig und unentgeltlich zum Gelingen von Marshall Art beigetragen haben. Martial 'Marshall' Balbinot
  

Newsletter

If you are interested in news about our activites, the subscribe to our newsletter.







Visitors

Today39
Yesterday80
Month531
All178'587
Copyright © 2005-2010 Marshall Art. All Rights Reserved.